Jetzt erst einmal Winterruhe …

Das norddeutsche Tiefland bei Hannover ist eher weniger für seine Wintersportqualitäten bekannt – kein Wunder: liegt Steinwedel doch nur gut 50 Meter über dem Meeresspiegel. Dennoch ist derzeit der Winter auf der Haselnussplantage eingekehrt und ordentlich Schnee überdeckt die eingezäunte Fläche. Und die Vorboten der nächsten Saison sind bereits gut zu erkennen, in Form der männlichen Blütenstände, die charakteristisch von den Ästen nach unten hängen und bereits im Herbst des Vorjahres entstanden sind.

Die Kätzchen dienen von Januar bis März als frühe Nahrungsquelle für Wildbienen und können übrigens auch gegessen oder getrocknet zu Tee verarbeitet werden. Besonders wichtig für die spätere Ernte ist, dass die männlichen Pollen die eher unscheinbaren weiblichen Blüten bestäuben. Das erledigt noch bevor die Blätter der Bäume treiben der Wind. Die Haselnuss ist zwar grundsätzlich selbstbefruchtend, aber für eine reiche Ernte empfiehlt es sich, verschiedene Sorten zu pflanzen. Wir haben unter anderem eine Reihe der Rotblättrigen Zellernuss im Bestand, die als besonders gute Bestäuber gelten.

Empfohlene Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert